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Was kostet eine Profilieranlage? 8 Preisfaktoren

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Kurz gesagt

Den Preis einer Profilieranlage bestimmen acht Faktoren: der Profilquerschnitt und die daraus folgende Stationszahl, Materialstärke und Werkstoff, Profilbreite, ob in der Linie gelocht wird, die Trennart, das Rollenwerkzeug samt Anzahl der Profile, die Automatisierung an Ein- und Auslauf sowie die Steuerungsarchitektur. Fracht, Fundament, Inbetriebnahme und Ersatzteile stehen selten im Angebot. Für ein belastbares Budget brauchen Sie die Profilzeichnung, den Stärkenbereich, den Werkstoff, eine Zielgeschwindigkeit und die Jahresmenge.

Was kostet eine Profilieranlage? 8 Preisfaktoren

In diesem Beitrag finden Sie keine Preisliste — bei einer Profilieranlage kann es sie nicht geben. Den Preis bestimmt nicht der Name der Maschine, sondern das Profil, das Sie fertigen wollen. Dieselbe Formulierung "Trapezblechmaschine" kann für zwei Anlagen stehen, die je nach Profiltiefe und Anzahl der Biegungen weit auseinanderliegen.

Die folgenden acht Faktoren zeigen, woher der Unterschied zwischen Angeboten kommt. Am Ende stehen die Posten, die im Angebot meist fehlen, und ein Weg, verschiedene Angebote auf dieselbe Grundlage zu stellen.

1. Profilquerschnitt und Stationszahl#

Rollformen biegt das Band nicht in einem Schritt, sondern Stufe für Stufe. Jede Stufe ist eine Station, und jede Station bedeutet ein Rollenpaar, eine Welle, Lager und einen Anteil am Antrieb.

Ein einfaches U-Profil ist nach wenigen Stationen fertig; ein tiefes Kanalprofil, eine Rückbiegung oder ein Klemmprofil braucht deutlich mehr. In unseren Anlagen liegt die Stationszahl je nach Profil zwischen 12 und 30 — und das ist die größte Stufe im Preis.

Praktische Regel: Schicken Sie die Zeichnung und lassen Sie die Stationszahl von der Konstruktion festlegen. Eine Zahl ohne Zeichnung ist geraten.

2. Materialstärke und Werkstoff#

Mit der Stärke steigt die Umformkraft, und die Kraft bestimmt Wellendurchmesser, Lager, Gestellstärke und Antriebsleistung. Ein Fassadenblech von 0,3 mm und eine Regalstütze aus 5 mm gehören nicht auf dieselbe Anlage.

Der Werkstoff wiegt ebenso schwer: Hochfester Stahl braucht bei gleicher Stärke mehr Kraft, Edelstahl andere Rollenoberflächen, verzinktes Band eine Anpressung, die die Zinkschicht nicht verletzt.

Geben Sie bei der Anfrage Stärkenbereich und Werkstoff zusammen an. "2 mm" allein ist eine halbe Angabe.

3. Profilbreite#

Die Breite vergrößert die Stützweite der Welle. Mit der Stützweite wächst die Durchbiegung, und dagegen hilft nur ein größerer Durchmesser — über alle Stationen hinweg mehr Material und mehr Bearbeitung.

Eine Anlage breiter zu kaufen als nötig ist deshalb teurer, als sie schneller zu kaufen als nötig. Nehmen Sie Ihr heute breitestes Profil, rechnen Sie eine Reserve dazu, und hören Sie dort auf.

4. Wird in der Linie gelocht?#

Befestigungslöcher, Kabeldurchlässe, Entwässerungsschlitze: Sie entstehen entweder in der Linie oder später auf der Presse. In der Linie bedeutet Servo-Stanzstation, Werkzeug und Messsystem, dazu eine eigene Regelung des Vorschubs, damit die Lochlage über die Länge stimmt.

Das ist der Posten, der den Preis hebt — seine Alternative ist jedoch eine zweite Maschine und ein zweiter Bediener. Entscheiden Sie danach, welchen Anteil gelochte Teile an Ihrer Fertigung haben.

5. Die Trennart#

Drei Möglichkeiten, drei Preise:

  • Stopp-Schnitt: Die Linie hält, schneidet, beschleunigt. Die wirtschaftlichste Lösung, sie verlängert die Taktzeit.
  • Fliegende Schere: trennt in voller Geschwindigkeit. Mechanisch und steuerungsseitig teuer, rechnet sich bei hoher Stückzahl.
  • Trennen im Werkzeug: formgebundener Schnitt. Das Werkzeug ist eine eigene Investition.

6. Rollenwerkzeug: eine Anlage, mehrere Sätze#

Die Anlage ist das Gestell, das Rollenwerkzeug ist das Profil. Wer ein zweites Profil fertigen will, kauft nicht die Anlage noch einmal, sondern den Werkzeugsatz.

Drei Dinge bestimmen dessen Preis: die Stationszahl, Werkstoff und Oberflächenbehandlung der Rollen — Härten, Verchromen — und ob der Wechsel als Schnellwechsel oder konventionell ausgeführt ist. Nennen Sie die Zahl der Profile von Anfang an; jeder später ergänzte Satz wird einzeln kalkuliert.

7. Automatisierung an beiden Enden#

Die beiden Enden der Linie heben den Preis unauffällig:

  • Einlauf: Kapazität der Haspel, Ladewagen, automatische Bandführung, Richteinheit.
  • Auslauf: automatisches Stapeln, gezählte Pakete, Verpacken und Etikettieren.

Das Stapeln von Hand begrenzt die Liniengeschwindigkeit und erhöht das Beschädigungsrisiko; ein automatischer Stapler nimmt diese Grenze weg, vergrößert aber die Investition. Wenn Ihre Anlage wirklich mit 40 m/min laufen soll, ist Auslaufautomatisierung keine Frage des Geschmacks.

8. Steuerungsarchitektur und Marke#

SPS- und Antriebsmarke, Niveau des Bedienpanels, Anzahl der Rezepturen, Fernzugriff und Fehlerprotokoll. Die eigentliche Frage ist nicht die Marke, sondern der Service: Gibt es für sie einen Händler mit Lagerbestand in Ihrem Land? Eine Marke, die niemand vor Ort führt, macht aus einer kleinen Störung eine Woche Stillstand.

Unsere Anlagen sind mit Schneider-Komponenten gesteuert — nicht der Marke wegen, sondern wegen des Servicenetzes in unseren Exportmärkten.

Vier Posten, die im Angebot fehlen#

  1. Fracht und Versicherung — eine Linie kann Schwertransport sein.
  2. Fundament und Versorgung — Betonfundament, Einspeisung und Schaltschrank, Druckluft.
  3. Inbetriebnahme und Schulung — wie viele Personen, wie viele Tage, in welcher Sprache.
  4. Kritischer Ersatzteilsatz — Rollenlager, ein Servoantrieb, Sensoren.

Dass sie nicht im Angebot stehen, lässt sie nicht verschwinden. Sie fehlen nur in Ihrem Budget.

Angebote vergleichbar machen#

Sechs Zeilen müssen in jedem Angebot gleich definiert sein. Sind sie es nicht, vergleichen Sie keine Preise, sondern Unsicherheiten:

ZeileWarum sie zählt
Profilzeichnung und ToleranzLegt fest, was die Anlage fertigen soll
Stärkenbereich und WerkstoffBestimmt die Kraft und damit die Mechanik
StationszahlDie größte Stufe im Preis
Stärke, bei der die Geschwindigkeit gemessen wurde"40 m/min" bei welchem Blech
Trennart und ToleranzStopp-Schnitt, fliegend oder im Werkzeug
Inbetriebnahme, Schulung, ErsatzteileIm Preis enthalten oder nicht

Fazit#

Bei einer Profilieranlage lautet die richtige Frage nicht "was kostet sie", sondern "was braucht mein Profil". Sobald Zeichnung, Stärkenbereich, Werkstoff, Zielgeschwindigkeit und Jahresmenge auf dem Tisch liegen, steht auch der Preis — und die vorliegenden Angebote werden zum ersten Mal wirklich vergleichbar.

Unsere Anlagenfamilien finden Sie auf der Seite Rollformanlagen, das Verfahren selbst ist unter Was ist Rollformen erklärt. Liegt Ihre Zeichnung vor, schicken Sie sie über das Angebotsformular — zurück kommen ein Anlagenlayout und ein technisches Angebot.

Häufige Fragen

Warum gibt es keinen Katalogpreis für eine Profilieranlage?

Den Preis bestimmt das Profil, nicht der Name der Maschine. Zwei Querschnitte gleicher Breite können je nach Anzahl der Biegungen und Tiefe des Profils eine Anlage mit 14 oder mit 26 Stationen verlangen; dieser Unterschied zieht sich durch Werkzeug, Gestelllänge und Antriebsleistung. Deshalb wird ohne Zeichnung kein belastbares Angebot erstellt.

Wie stark verändert das Lochen in der Linie die Kosten?

Es macht aus einer Maschine eine Fertigungszelle: Servo-Stanzstation, Werkzeug, eigener Hydraulik- oder Servoantrieb und ein Messsystem, das die Lochlage über die Länge hält. Die Alternative ist Lochen auf der Presse im Anschluss — also eine zweite Maschine, ein zweiter Bediener und ein zusätzlicher Handlingschritt.

Fliegende Schere oder Stopp-Schnitt?

Der Stopp-Schnitt ist günstiger: Die Linie hält an, schneidet und beschleunigt wieder. Die fliegende Schere trennt in voller Geschwindigkeit, verkürzt also die Taktzeit, ist mechanisch und steuerungsseitig aber teuer. Entscheidend ist die Stückzahl: Bei kurzen Serien genügt der Stopp-Schnitt, bei hohen Mengen holen die gesparten Sekunden den Aufpreis herein.

Warum ist das Rollenwerkzeug ein eigener Budgetposten?

Die Anlage ist das Gestell, das Werkzeug ist das Produkt. Für ein zweites Profil kaufen Sie kein zweites Gestell, sondern einen zweiten Werkzeugsatz. Sagen Sie deshalb schon bei der Anfrage, wie viele Profile die Anlage fertigen soll: Eine Anlage mit drei Werkzeugsätzen kostet nicht so viel wie eine mit einem.

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